Heißes Feuer bei Dauerfrost

Nach dem späten Wintereinzug hat der Frost auch das Höchstädter Weihergebiet noch fest in seinem Griff. Eine gute Zeit um dem Schilf mit einem heißen Feuer zu begegnen. Im Vorgang dazu wird das Schilf über Eis in Teilbereichen abzumähen. Das geschnittene Schilf wird anschließend traditionell direkt auf dem Eis verbrannt.

Die Arbeiten werden vom LPV in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen UNB, den Rechtlergemeinschaften Hesselberg bzw. Biengarten, weiteren Landwirten sowie Mitgliedern des BN und des LBV organisiert.

Überaltertes Schilf verliert an Stabilität und bricht mit der Zeit zusammen. Somit geht Brut- und Schutzraum für die seltenene Vogelarten des Weihergebiets veroloren. Rohrdommel und Purpurreiher geraten so in noch größere Bedrängnis. Im frisch ausgetriebenen, dichten Schilf dagegen können die Röhrichtbrüter dagegen sichere Nester bauen und sich vor Feinden verstecken.

Neben der Schilfmahd wurden auch Bäume und Sträucher zurückgeschnitten um den offenen Charakter der Teichlandschaft zu erhalten. Auf den offenen Wiesen finden im Frühjahr Vögel wie Bekassine und Kiebitz Nistplätze und im Sommer können Orchideen wie die Sumpfstendelwurz blühen. Des Weiteren wird noch ein Weiher entschlammt um für seltene Wasserpflanzen wie Laichkräuter und Igelkolben bessere Wuchsbedingungen zu schaffen.

Die Naturschutzgebiete bei Mohrhof, Krausenbechhofen und Bösenbechhofen zählen aufgrund ihres Strukturreichtums und des damit verbundenen großen Artenreichtums zu den ökologisch wertvollsten Teichlandschaften Süddeutschlands. Die Vielfalt an naturnahen Lebensräumen beruht auf der hier noch betriebenen traditionellen Teichwirtschaft mit kleinräumiger, bäuerlicher Nutzung. Zur Erhaltung dieser Vielfalt sind regelmäßige Pflegemaßnahmen notwendig.


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