Einen nassen Platz gefunden

Die Kreuzkröten am Erlanger Exerzierplatz atmen auf. Endlich kam genügend Regen! Dadurch sind die Tümpel am Exerzierplatz nach langer Zeit endlich einmal wieder voll und biten nun der Kreuzkröte und anderen Amphibien beste Möglichkeiten zum Ablaichen.

Die Kreuzkröte ist ein Pionierbesiedler in warmen, offenen Gebieten mit sandigen Böden. Sie wünschen sich zudem kaum bewachsene Flach- und Kleingewässer als Laichplatz: Pfützen, Gräben, Ackerfurchen oder kleine Tümpel. Der Ruf der Männchen ist über mehrere hundert Meter zu hören. Eine große Gefahr ist, dass die Laichplätze während der Entwicklungsphase austrocken. Die Kreuzkröten haben sich daran angepasst. Ihre Larvalentwicklung gehört zu den kürzesten aller Lurcharten in Mitteleuropa. Sollte das Wasser knapp werden, fächeln die Kaulquappen kleine Trichter in den sandigen Boden. Hier kann sich Wasser nochmal etwas länger halten.

An Land bevorzugen die erwachsenen Tiere offene Biotope, die dennoch Versteckmöglichkeiten bieten: Der Exerzierplatz bietet damit optimale Bedingungen.

In vielen Regionen Bayerns ist die Kreuzkröte vom Aussterben bedroht, denn ihre ursprünglichen Lebensräume, die natürlichen Gewässerauen existieren in Bayern kaum noch. Darum sind Gebiete wie der Exerzierplatz umso wichtiger.

Zurück

© Landschaftspflegeverband Mittelfranken