Artenschutz oder Abfallentsorgung?

In der Regel wird das Holz, das bei Heckenpflegemaßnahmen und Entbuschungen anfällt, gehäckselt und thermisch verwertet. Die Wärme- und Stromerzeugung trägt dazu bei, fossile Energien einzusparen bzw. zu ersetzen – insofern hilft die Landschaftspflege auch dem Klimaschutz. Kleinere Mengen werden aber auch für Artenschutzmaßnahmen eingesetzt – wie kürzlich an einer Weiherkette zwischen Cadolzburg und Langenzenn (Lkr. Fürth) geschehen. Die aus Naturschutzgründen entfernten Stämme und Äste wurden vor Ort zu mehreren ca. 1 m hohen Hackschnitzelhaufen aufgeschichtet. Das Holz verrottet mit der Zeit und produziert dabei Wärme; deshalb werden solche Haufen gerne von Ringelnattern zur Eiablage genutzt. Die Eigenwärme des Holzhaufens brütet die Eier aus. Auch andere Tierarten wie Rosenkäfer, Mondhornkäfer, Asseln, Spinnen und Tausendfüßler nutzen die verrottenden Holzhaufen. Damit Nesträubern und Störenfrieden wie z.B. Spechten, das Herumwühlen in den Haufen erschwert wird, deckt man sie mit Ästen und Zweigen ab.

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© Landschaftspflegeverband Mittelfranken